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168 Óra bleibt entschieden regierungskritisch

11. Oct. 2019

In seinem ersten Kommentar als Chefredakteur von 168 Óra beschreibt Péter Rózsa das von den Regierenden errichtete Regime als Kleptokratie.

Mit Wirkung vom 1. Oktober waren der bisherige Chefredakteur von 168 Óra sowie seine Stellvertreter aufgrund „unlösbarer Konflikte“ mit dem Eigentümer zurückgetreten. Erst vor drei Jahren hatte ein Unternehmen das Wochenmagazin übernommen, das sich indirekt im Besitz von EMIH befindet, einer orthodoxen jüdischen Gemeinde, die der heute in den USA ansässigen chassidischen internationalen Bewegung Chabad Lubawitsch angehört. Die ungarische Regierung hatte das Geschäft wohlwollend zur Kenntnis genommen. Nunmehr wird in linken Medien die Frage diskutiert, ob 168 Óra seinen Kurs unter dem neuen Chefredakteur wohl ändern werde.

Péter Rózsa wirft den Regierenden in 168 óra die systematische Plünderung von öffentlichen Ressourcen vor. (Bei dem neuen Chefredakteur von 168 Óra handelt es sich um einen erfahrenen Radio- und Fernsehjournalisten, der seit 15 Jahren eine der führenden Stimmen des der Opposition nahestehenden Klubrádios ist und nach wie vor – gemeinsam mit dem EMIH-Chefrabbi Shlomo Köves – ein regelmäßiges Programm über das jüdische Leben verantwortet – Anm. d. Red.)
In seinem Kommentar verurteilt Rózsa die Verwaltung des VIII. Budapester Stadtbezirks, weil sie bei einer Kundgebung mit dem oppositionellen Bürgermeisterkandidaten als geplantem Redner die Stromversorgung der Lautsprechern gekappt hatte. (Die Behörden begründeten ihre Stromsperre damit, dass das Wahlkampfteam der Opposition keine Genehmigung zur Nutzung des öffentlichen Stromnetzes beantragt habe – Anm. d. Red.)
Rózsa bezeichnet dieses Verhalten als pure Schikane. Ein derartiger Schutz öffentlichen Eigentums werde von Regierenden vorgenommen, die „einen immer größer werdenden Teil des nationalen Reichtums für sich selbst beanspruchen“. Erbost notiert Rózsa: „Sie sind es, die unsere Energie illegal absaugen.“

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